Montag, 16. Januar 2017

wieder einer weniger

Es macht keinen Spaß Roller zu schlachten, aber manchmal ist es eben notwendig, wenn man das Ersatzteillager kostengünstig füllen will. Darum habe ich heute etwas freie Zeit genutzt und den Schlacht-Rex zerrissen:




Lohn der Mühe sind sehr viele nützliche Kleinteile sowie ein gesunder Minarellimotor mit langer Schwinge.

Ich habe mir den Motor aus Zeitmangel noch nicht näher angesehen, aber er könnte ein guter Reservemotor für den Klingonenkreuzer sein. Bei Gelegenheit werde ich das Triebwerk weiter zerlegen und genau prüfen, bisher macht er aber einen sehr ordentlichen Eindruck. Die geringe Laufleistung laut Tacho (knapp 7500km) erscheint glaubwürdig, denn es war nicht eine einzige Schraube eingerostet. Sogar der Hauptständerbolzen ging problemlos raus, was bei den Minarellimotoren bekanntlich eine Seltenheit ist. 
 
 


Dienstag, 10. Januar 2017

Klingonenkreuzer: Verspannungen

Wie bereits beschrieben ist die Werkstatt derzeit nicht wirklich zugänglich. Die Einfahrt ist verschneit und unter dem Schnee ist eine mehr oder weniger geschlossene Eisplatte. Schon zu Fuß ist es schwierig, mit einem Roller wäre es schlicht lebensmüde. Darum sind zur Zeit nur kleine und statische Arbeiten möglich.
Der Schlachtroller bleibt darum noch etwas bei meinen Eltern in der Tiefgarage stehen, das hat Zeit. Den Frontträger am Neos wollte ich aber endlich fertig machen. Denn dann ist alles soweit, dass ich nur noch auf besseres Wetter warten muss. Denn bis auf die Abstimmung des Motors ist der Roller dann soweit fertig und bereit für die neue Saison.
Die erste der (hoffentlich) endgültigen Änderungen am Träger betraf dessen Befestigung. Zusätzlich zu den großen verchromten Rohren habe ich etwas dünnere Rohre über die Gewindestangen geschoben. Diese Rohre, die mit Muttern festgezogen werden, bringen zusätzliche Stabilität und nehmen einen Teil der Biegekräfte auf. 
Zudem habe ich die verchomten Rohre nochmal etwas gekürzt um den Träger so nah wie möglich an die Verkleidung zu bringen.
Bleibt also noch das Problem der Biegekräfte. Sprich die notwendige, zusätzliche Stabilisierung des Trägers. Das Experiment mit den Gewindestangen hat mich auf eine Idee gebracht. Drahtseile sind leicht und flexibel, gleichzeitig aber enorm stabil und ideal um Zugkräfte aufzunehmen. Warum also den Träger nicht mit Drahtseilen abspannen?
Das mag flimsig aussehen, macht den Träger aber enorm stabil. Deutlich stabiler als ich es erwartet hätte. Zudem sind die Schlaufen am Sturzbügel problemlos aushängbar und der Träger somit leicht zu entfernen. Die angeschweißten Rohrstücke werde ich noch abflexen, sie werden jetzt nichtmehr benötigt. Überhaupt braucht der Träger noch eine Lackierung, aber auch dazu muss das Wetter besser werden. Die Trägerkonstruktion ist somit fürs Erste abgeschlossen. Mal sehen wann ich die ersten Testfahrten durchführen kann.





Samstag, 7. Januar 2017

Klingonenkreuzer: es gibt Schlachtplatte

Die Arbeiten am Klingonenkreuzer (und allen anderen Projekten) sind derzeit eingestellt. Der Grund ist einfach: Die Werkstatt ist eingeschneit und nicht wirklich zugänglich, es ist auch nichts so dringend, dass es eine Gewaltaktion rechtfertigen würde. Außerdem warte ich immer noch auf einige bestellte Kleinteile um mich weiter um das Abstimmungsproblem zu kümmern.

Dennoch gibt es was zu berichten. Gleich zu Anfangs einmal mit einem ungewohnten Bild: Luigi in der Tiefgarage!
Grund dafür, dass die Ape an diesem ungewohnten Ort war ist die Ladung:
Ja richtig, ein Schlachtroller! Rex Scooter 50 aus den 90er Jahren. Also einer der Zweitakt-Rex, die noch einen echten Minarellimotor haben. 

Dieser Motor ist wohl auch das einzig brauchbare Teil an dieser Karre. Der Rest ist tot, von einigen unbedeutenden Kleinteilen abgesehen. Für den Klingonen brauche ich derzeit zwar nicht unbedingt einen anderen Motoren, aber es ist bei der weiteren Abstimmung unter Umständen hilfreich, auf ein Ersatz- und Vergleichstriebwerk zurückgreifen zu können. Mal sehen wann sich das Wetter soweit beruhigt hat, dass ich weitermachen kann. 




Freitag, 6. Januar 2017

Klingonenkreuzer: Streben nach Stabilität

Der Frontträger für den Neos hat ein großes Problem: Lastverteilung. Die beiden Gewindestangen haben eine hohe Festigkeit in Zugrichtung, sind jedoch empfindlich gegen Biegekräfte. Doch wie kann man diese Kräfte sinnvoll abfedern?
Der erste Teil des Problems, ein geeigneter Aufnahmepunkt am Gepäckträger, ist kein Problem. Denn die beiden Rohrstücke, die beim abflexen der Ausleger übrig geblieben sind, eignen sich als stabile Aufnahmepunkte.


Die eigentliche Schwierigkeit liegt darin, einen geeigneten Ankerpunkt am Roller zu finden. Frontträger für Vespas zum Beispiel nutzen hier die Beinschildkante als Wiederlager. Beim Neos geht das nicht, eventuell kann man die Kräfte aber in die Sturzbügel ableiten.
Eine passend zurechtgebogene Gewindestange ist hier als erster Versuchsaufbau sicher nicht schlecht. Leider hatte ich nur eine Gewindestange in ausreichender Länge da, als Test langt es aber. 


Auf der Habenseite dieser Konstruktion steht, dass sie im Bedarfsfall sehr leicht abgenommen werden kann. Außerdem ist sie einstellbar und sehr solide sowie günstig umzusetzen. Schon eine einzelne Strebe dieser Art stabilisiert den Gepäckträger enorm. Nachteilig ist jedoch, dass die Konstruktion einen ungünstigen Lastwinkel hat, die Biegekräfte also nicht mit maximaler Effizienz abgeführt werden. Außerdem wird die Gewindestange beim Zurechtbiegen geschwächt, ob das wirklich sicher hält wage ich zu bezweifeln. Als Inspiration für eine andere, möglicherweise ultimative, Idee hat es aber getaugt. Insofern war der Konstruktionsaufwand für diesen Prototypen nicht ganz umsonst. 


Mittwoch, 4. Januar 2017

Luigi: winterliches Dreiradfahren

Als Apefahrer ist man es gewohnt, mit allerlei Fragen konfrontiert zu werden. Erst recht in der kalten Jahreszeit, denn viele Mitmenschen können es sich scheinbar nicht wirklich vorstellen, dass dieses obskure Dreiradding aus dem sonnigen Italien in einem teutonischen Schneewinter bestehen kann. Sie vergessen dabei, dass Italien ebenfalls kalte Regionen hat und es da, Gerüchten zufolge, sogar Berge geben soll. Darum hier mal ein kleines Filmchen und ein paar Fotos an die Adresse dieser Zweifler.


Der im Film festgehaltene Kaltstart war nur der Auftakt zu einer kleinen Runde. Im Umfeld meiner Arbeitsstelle gibt es nämlich einige selten benutzte Nebenstraßen, die im Winter keinen regelmäßigen Räum- und Streudienst kennen. Damit werden sie zum perfekten Portal in den winterlichen Wald. Eine magische Landschaft aus Schnee und Einsamkeit. 
Ich lasse diese Bilder jetzt einfach mal unkommentiert wirken.





Dienstag, 3. Januar 2017

Klingonenkreuzer: Tretrollerverschrottung

Es hat geschneit, also richtig geschneit. Damit sind die Abstimmfahrten mit dem Neos erstmal vertagt und es geht an den strukturellen Umbauten weiter. Der Frontträger war ja noch nicht ganz fertig. Mit störte noch das relativ dünne Material der Querstrebe. Hier musste noch etwas Verstärkung hin, sonst reißen die Gewindestangen einfach raus. 
Ronny hatte das im Fusselforum richtig erkannt und Stützstreben vorgeschlagen. Keine schlechte Idee, allerdings schwierig umzusetzen denn es fehlt ein stabiler Ankerpunkt. Also muss mehr Material her. Ein alter Tretroller, der seit Jahren in meiner Werkstatt herumliegt, fand somit endlich seine Verwendung.

Die Trittbrettstruktur besteht nämlich aus relativ dickem Aluminium. Ein perfektes Material für diesen Zweck. Leicht, stabil und einfach zu bearbeiten. Flex und Bohrmaschine haben hier leichtes Spiel.

Die Gewindestangen haben somit einen deutlich stabileren Ankerpunkt.
Natürlich muss die Konstruktion noch auf einer Probefahrt erprobt werden. Ich gehe aber davon aus, dass zumindest die Verstärkung eine endgültige Lösung ist. Darum ist jetzt alles mit Kontermuttern und reichlich Rostschutzmittel zusammengeschraubt. 
Komplett mit Scheinwerfer und Frontmaske hat das ein Gesicht. Mir gefällt der Frontträger, allerdings brauche ich noch einen Schutz für die Elektronik hinter der Frontmaske, denn durch das Loch wird es sicher fleißig reinregnen. 





Freitag, 30. Dezember 2016

Klingonenkreuzer: Nachtschicht

Manchmal erreiche ich mit dem Blog Leute, an die ich dabei garnicht unmittelbar denke. So auch mit meinem ersten Eintrag heute. Nach dem Abendessen hat mich ein Bekannter angerufen, der in der Nähe meiner Werkstatt an Rennkarts schraubt. Er habe wohl einen passenden Benzinschlauch und wenn ich Zeit hätte, dann würde er sich mit mir treffen. Gesagt getan, also nochmal raus zur Werkstatt.
So nett die Aktion war, so wenig hat sie leider gebracht. Auch mit dem neuen Benzinschlauch (der leider auch nicht richtig passt) läuft der Roller nicht sauber. Allerdings haben wir dann auch drauf verzichtet weiter zu testen, denn bei Dunkelheit machen solche Probefahrten wenig Sinn. Allerdings hat mich mein Bekannter auf eine weitere Idee gebracht. Das Nadelventil im Vergaser könnte schuld sein. Zwar hat der Roller ein neues bekommen, aber das heißt ja noch lange nicht, dass das Teil auch in Ordnung ist. 

Da ich dann schonmal in der Werkstatt war, habe ich gleich noch ein bisschen weitergeschraubt. Eine Sache die mich beim Neos seit langem nervt ist das defekte Mäusekino im Tacho. 

Der Flüssigkristall hat schon vor längerer Zeit den Geist aufgegeben. Leider sind Neostachos dieser Generation praktisch nicht aufzutreiben und wenn meist indiskutabel teuer. Geduld zahlt sich aber aus, vor einigen Tagen konnte ich endlich einen Ersatztacho zu einem vernünftigen Preis erstehen.
Der Austausch ist keine große Sache, für mich aber dennoch ein wichtiger Schritt.


Da ich den Neos ja ab nächstem Jahr wieder auf Tour fahren will, habe ich außerdem mit der Umsetzung einer Idee begonnen, mit der ich seit ettlichen Jahren spiele. Die Bauweise des Neos ist eigentlich ideal um einen kleinen Frontgepäckträger zu montieren, denn über dem Scheinwerfer ist relativ viel Platz und unter der Frontverkleidung ein stabiler Träger. Da es jedoch keinen Träger zu kaufen gibt, bleibt nur der Eigenbau. Bisher hat das aber meines Wissens noch niemand gemacht, es ist also Zeit für eine Weltpremiere!

Angefangen habe ich damit, das innere Beinschild zu entfernen und eine etwas ramponierte Frontmaske aus dem Fundus zu montieren. 

Diese ist Ideal, da ich die Maske zerschneiden muss. Bei einem beschädigten Karosserieteil fällt mir sowas immer leichter. 
Das Loch ist zu groß, aber das erleichtert das Anpassen des Trägers. Außerdem habe ich ohnehin nicht vor, immer mit dem Frontträger herumzufahren. Das Teil soll auf Tour genutzt werden und dann abgebaut werden, mit einer anderen Frontmaske ist das problemlos möglich. 
Die Röhren sind Stücke von einem alten Bürostuhl und dienen als Stützen. Die Gewindestange im inneren verspannt sie gegen den Querträger. Interesanterweise sind die beiden Bohrungen neben dem Spannungsregler bereits ab Werk vorhanden, aber leer. Yamaha hatte hier offenbar schon bastelfreudige Tourenfahrer im Sinn.

Ein alter Heckgepäckträger liefert dann die Platform, die mit den Stützen verschraubt wird. Auch wenn es nicht so aussieht, diese Konstruktion ist erstaunlich stabil. Auch wenn ein Fahrtest mit Ladung natürlich noch aussteht. Die verschraubte Konstruktion ist notwendig, um die Frontmaske später wieder abnehmen zu können.

Der Test mit dem Maschinenkasten zeigt, dass ein kleines Gepäckstück hier problemlos untergebracht werden kann. Auch der Lenker geht gut darüber hinaus. Natürlich eignet sich der Träger nicht für schwere Gegenstände, aber etwas Zusatzgepäck gewichtsgünstig unterbringen sollte damit gehen.

Natürlich werden hier noch ein paar Feinarbeiten nötig sein, unter Anderem eine bessere Verkleidung des Lochs und bessere Verschraubungen, aber im Kern steht das Konzept für den Frontträger.