Dienstag, 17. April 2018

Klingonenkreuzer: zurück auf die Straße

Rollerfahren ist für mich mehr als nur eine von vielen Möglichkeiten von A nach B zu kommen. Es ist für mich wesentlicher Bestandteil meines Lebens und sehr wichtig. Grundsätzlich fahre ich dabei mit jedem Roller gerne, aber ein Exemplar ist immer wieder ein besonderes Erlebnis: Mein guter, alter Neos, der "Klingonenkreuzer". 
Die letzte Ausfahrt ist nun ein gutes halbes Jahr her, entsprechend schön war es, den alten Bock heute einmal wieder raus zu lassen und zum ersten Mal in der neuen Saison über die Landstraße zu scheuchen.
2017 war ja kein wirklich gutes Jahr, eine ganze Serie von technischen Problemen, die in einem unseeligen Unfall gipfelten, hat die geplante große Reise versaut. Aber das trübt den Spaß an diesem ganz besonderen Roller nicht. Der Klingonenkreuzer ist zurück auf der Straße, für mich persönlich ein Grund zum Feiern!

Sonntag, 15. April 2018

Roter Baron: Sonntagsausfahrt in stabiler Seitenlage

Der Rote Baron hat sich in den letzten Jahren als idealer Alltagsroller bewährt, er läuft zuverlässig, springt immer gut an, trägt jede Art von Ladung ohne Probleme, kurz: es gibt eigentlich nichts zu meckern.
Die einzige Sache, die mich an diesem Roller wirklich störte ist der Hauptständer. Typisch für die PX ist dieser ziemlich umständlich zu benutzen und der Roller durch sein hohes Gewicht schwer aufzubocken. Darum hatte ich ja zu Anfang einen Seitenständer an der Vespa, doch die übliche Bauweise, bei der die Seitenstütze zusammen mit dem Hauptständer verschraubt wird hat sich nicht bewährt. Seit einiger Zeit sieht man aber bei Vespatreffen Seitenständer, die mit dem Motorbolzen verschraubt werden. Eine Lösung die mir sehr gut gefällt und die ich mir darum zugelegt habe.
Leider findet man im Netz wirklich sehr wenig über diese Teile. Der Ständer kommt auch ohne weitere Bedienungs- oder Montageanleitung, was aber auch nicht nötig ist. Denn das Set besteht aus dem Seitenständer selbst und einer überlangen Distanzmutter mit eingezogenem Gewindestift auf einer Seite.
Die Distanzmutter ersetzt dabei einfach die originale Haltemutter des Motorbolzens auf der linken Fahrzeugseite.
Auf den Gewindestift wird dann einfach der eigentliche Seitenständer montiert und mit einer Mutter angeschraubt. Ich halte an dieser Stelle Schraubensicherungsmittel für sinnvoll.
Ich hatte ehrlich gesagt etwas Bedenken, dass sich die Distanzmutter biegen bzw. verspannen und damit brechen könnte. Dies ist aber nicht der Fall. Dem bei meiner PX unter der linken Haube montierten Werkzeugkasten kommt der Ständer zudem auch nicht zu nahe, bei einem Reserverad könnte er evtl. an den Reifen stoßen.
Insofern ist das eine schöne und sehr solide wirkende Lösung. Die Verarbeitung des Ständers ist für den geforderten Preis in Ordnung, auch wenn das Detailfinish deutlich zeigt, dass es sich um günstig in Asien produziertes Bauteil handelt. Was es wirklich taugt, kann natürlich nur die Praxis zeigen.

Ein sonniger Sonntag im Frühling ist dafür natürlich ideal, weshalb ich mich auch nicht weiter in der Werkstatt aufgehalten habe. Die PX zu fahren ist dann doch deutlich genussvoller als daran zu schrauben.




Die ausgiebige Runde durch Niederbayern war schön und verlief ohne Zwischenfälle, der Seitenständer funktioniert soweit und ist ein riesiger Komfortgewinn. Mal sehen wie sich das Trumm weiterhin in der Praxis schlägt.






Samstag, 14. April 2018

Fahrzeugportrait: Explorer Race 50GT

Die Roller der ATU (Autoteile Unger) Eigenmarke Explorer zählen zur Klasse der günstigen "Chinaroller", sind jedoch qualitativ deutlich über dem Niveau der ganz billigen Baumarktroller angesiedelt. Es handelt sich dabei um Fahrzeuge, die auf einem Einheitschassis aufbauend, in verschiedenen Modellvarianten angeboten werden. Dieses Einheitschassis ist im Wesentlichen ein rotchinesischer Nachbau der CPI-Zweitaktplattform, auf der unter anderem die bekannten Typen CPI Oliver und Aragon aufbauen. 


Die Variante "Race 50GT" stellt hierbei das Sportmodell der Explorerfamilie dar. Es ist ein relativ moderner, gefälliger Roller, der sportliches Styling mit hohem Nutzwert verbindet. 

Motor und Antrieb
Der Motor des Race 50GT ist ein Zweitaktmotor mit liegendem Zylinder, Luftkühlung und Membraneinlass. Es handelt sich im Wesentlichen um einen Nachbau der CPI-Lizenzvariante des Minarellimotors mit liegendem Zylinder und langer Schwinge. Der Motor weicht in Details der Konstruktion vom italienischen Original ab, unter anderem ist der Antriebskasten nicht Teil des Motorblocks, sondern wird durch einen überbreiten Variomatikdeckel dargestellt. 
Die meisten anderen Anbauteile sind jedoch mit dem Originalmotor kompatibel. Das Qualitätsniveau des chinesischen Nachbaus ist nahezu gleich der CPI-Variante. Der Motor ist etwas leistungsswächer als das italienische Original, jedoch ebenso langlebig und zuverlässig.
Im Race 50GT ist die werksseitige Variomatikabstimmung (5g Gewichte der Dimension 15X12mm) relativ konservativ geraten, der Roller wirkt dadurch behäbig, ist jedoch auch bei niedrigen Geschwindigkeiten gut kontrollierbar und neigt nicht zum überdrehen. Daher bietet dieses Modell eine gute Grundlage für Mofaumbauten, welche man auch überdurchschnittlich oft sieht.

technische Daten
Hubraum: 49,2cm³
Leistung: 1,98kW bei 6.500upm
Höchstgeschwindigkeit: 45km/h
Bereifung: 120/70-12 vorne und 130/70-12 hinten

Abweichend davon beim Mofaumbau mit dem Drosselsatz der Firma Mehls:
Leistung: 1,7kW bei 5.000upm
Höchstgeschwindigkeit: 25km/h
Die Drosselung erfolgt durch Austausch der CDI sowie Einbau eines breiteren Distanzrings und eines Gasschieberanschlags. Der Soziussitz wird bei dieser Umbauversion durch eine fest angeschraubte Tasche blockiert.

Fahrwerk und Bremsen
Angesichts der engen technischen Verwandschaft verwundert es kaum, dass Ausgestaltung und Verhalten des Fahrwerks stark an den CPI Oliver erinnern.
Das Fahrwerk ist von simpler Machart, aber sehr robust und frei von groben Schwächen. Es bietet jedoch nicht die nötige Feinfühligkeit, um den Roller so sportlich zu machen wie er auf den ersten Blick erscheint. Der Race 50GT wirkt ein bisschen wie ein tiefergelegter Traktor mit Spoiler, sportliche Ambitionen hat er keine, dafür ist er neutral bis weit in den sehr breiten Grenzbereich hinein und damit auch für Anfänger absolut narrensicher zu bedienen. Das hohe Trittbrett in Verbindung mit den relativ großen Rädern sorgt jedoch für erstaunliche Schräglagenfreiheit. Erst sehr spät setzt (links) der Ständer auf.

Die Bremsen des Race 50GT sind, wie das Fahrwerk, das was man als solide Hausmannskost bezeichnen kann. Die einfache Scheibenbremse vorne und die übliche Trommelbremse hinten bringen die Fuhre jederzeit sicher zum stehen, es fehlt ihnen jedoch an einem sauber definierten Druckpunkt. Keines der Räder neigt zum schlagartigen Überbremsen, auch in dieser Disziplin gibt sich der Roller also gutmütig und anfängertauglich.
Gefährlich können höchstens die werksseitig aufgezogenen Billigreifen werden. Hier ist ein Austausch gegen Qualitätsware sehr empfehlenswert, gerade wenn der Roller auch auf unbefestigtem Untergrund oder bei schlechtem Wetter gefahren wird.

Race 50GT im Alltag
Das breite, flache Trittbrett, ein großes Helmfach und ein serienmäßiger, nach CPI-Art in Spoilerform ausgeführter, Gepäckträger machen den Race 50GT zum guten Alltags- und Tourenroller. Lediglich der prollige Pseudo-Sportauspuff, der diesem Modell ab Werk verpasst wurde nervt weil er blechern plärrt und einen Teil der Abgase direkt auf den Fahrer bläst.
Wichtiger ist da schon, dass die solide und zuverlässige Struktur des Rollers ihn zu einem verlässlichen Begleiter macht. Zudem ist er gut ausgestattet, kommt ab Werk mit Seiten- und Hauptständern sowie einem vollständigen Cockpit. Ebefalls positiv ist das gute, weit und breit leuchtende Licht aus den großen Scheinwerfern. Abblend- und Fernlicht sind hierbei getrennte Leuchten mit jeweils genau definiertem Streubild, was der Lichtausbeute bei Nachtfahrten auf unbeleuchteten Straßen zugute kommt.
Ein Schwachpunkt, der in den CPI-Genen des Explorer steckt, ist die von der Starterbatterie gespeiste Cockpituhr. Bei langen Standzeiten kann diese den Fahrzeugakku leeren. Immerhin ist für diese Fälle ein gut erreichbarer und leichtgängiger Kickstarter an Bord.
Im Originalzubehör sowie bei Drittanbietern gibt es zudem viel nützliches Zubehör für den Roller. Von einem Wetterschild bis hin zu verschiedenen Topcases und einer wärmenden Beindecke für den Winter ist alles da, was den Roller im Alltag noch besser macht.

Fazit
Optisch mag der Race 50GT viel Sport versprechen, halten kann er dies jedoch nicht. Dafür ist er ein zuverlässiger, unaufgeregter und praktischer Alltagsbegleiter ohne besondere Schwächen. Kein Roller der ganz oben auf der Wunschliste von Enthusiasten steht, aber eben auch kein schlechtes Fahrzeug, sondern vielmehr ein günstige Alltagsroller mit hohem Nutzwert.



Vielen Dank an Erich, dessen Roller für die Fotos als Modell dienen konnte.




kleine Gefallen unter Freunden

Heute kam Erich mit seinem Explorer vorbei, einfach damit ich mir den Roller vor der neuen Saison nochmal genau anschaue.Eine gute Gelegenheit, die Ladeflächenverstärkung im Anhänger zu testen.
Die Konstruktion funktioniert genau so wie ich es mir erhofft hatte. Der verladene Roller steht schön mit dem Ständer auf der Platte, was den Holzboden deutlich entlasten sollte.

Die Inspektion des Rollers förderte dann glücklicherweise keine böse Überraschung zu Tage. Ganz im Gegental, Erichs Alltagsbegleiter erfreut sich eines sehr guten Zustandes.
Letztlich blieb es bei frischer Bremsflüssigkeit und neuen Fliehgewichten. Außerdem kam Thums altes Topcase auf den Explorer, anders als das serienmäßig verbaute Minicase passen da nämlich vernünftig dimensionierte Einkäufe rein.
Mich persönlich freut es, dass das Teil so schnell einen neuen Verwendungszweck gefunden hat. In der Werkstatt würde es ohnehin nur nutzlos herumliegen.
Da es nicht viel zum Schrauben gab, haben wir dann das schöne Wetter noch für eine gemeinsame Ausfahrt genutzt. So ein Rollertag mit Freunden ist doch immer wieder schön.



Freitag, 13. April 2018

Autochaos

Eigentlich ist es ein schönes jährliches Ritual die Sommerräder zu montieren. Nicht nur dass diese dem Auto einfach besser stehen als die Winterräder, es ist eben auch ein Zeichen für die angenehme Hälfte des Jahres.
Darum habe ich vor knapp einer Woche den Golf auf die schönen Räder gestellt. Dummerweise bin ich dabei über eine unangenehme Folge von Winterbetrieb und Alter gestolpert.
Die rechte vordere Schwellerspitze hat ein unschönes Loch entwickelt. Die Zeit sich damit weiter zu beschäftigten fehlte an diesem Tag, darum ging es erst heute weiter.
Zunächst war aber der Dacia Logan einer lieben Freundin an der Reihe. Der treue Rumäne bekam ebenfalls die Sommerräder, außerdem brauchte er einen neuen Auspuff.
Keine große Sache und bei diesem Modell erstaunlich gut zu machen. Ich hege ja ohnehin große Sympathien für dieses Modell, die heutige Aktion hat diese nochmal bekräftigt.
Anschließend kam dann der Golf auf die Bühne. Das Rostloch soweit ausflexen, dass man den vollen Umfang des Schadens sehen kann.
Der Rost im Schweller ist erstmal grob entfernt und mit reichlich Schutzmittel eingedämmt, das blanke Blech rund um den Ausschnitt mit Hartgrund geschützt. Keine große Sache, nur habe ich eben nicht die Werkstattausrüstung um zu schweißen. Aber man kennt ja seine Leute ... Das wird demnächst angegangen.

Bis dahin ging es dann noch mit einer Baustelle weiter, die ich seit längerer Zeit vor mir herschiebe.
Ronny hatte mir im Herbst diese Alu-Tränenblechplatte geschenkt. Irgend ein altes Ding, das eigentlich für das Projekt Mopedanhänger gedacht war, aber irgendwie will mir das "moderne" Material in diesem Zusammenhang nicht gefallen.
In meinem PKW-Anhänger gibt es aber gute Verwendung für das Tränenblech, denn der relativ dünne Holzboden des Anhängers ist dort, wo verladene Roller mit dem Hauptständer stehen schon ziemlich angegriffen.
Die Aluplatte passt hier wunderbar, ich musste sie nur an den Enden etwas einkürzen. Löcher zum festschrauben waren sogar schon drin, also auch keine große Sache, aber manchmal ist es eben diese Art von Kleinkram die den Unterschied macht.

Wenn die gemachten Pläne funktionieren, dann wird der Anhänger morgen wieder zum Rollertransport genutzt, eine gute Gelegenheit den kleinen Umbau zu testen. Außerdem sollte es dann auch wieder Rollerchaos geben, denn Autos und Anhänger sind zwar auch schön, aber eben nicht der eigentliche Inhalt dieses Blogs.









Dienstag, 10. April 2018

Fahrzeugportrait: TGB (Winking) Bunny

Grundsätzliches zum Bunny
Der, zeitweise als Winking angebotene, TGB AS50X ist vor allem unter dem Handelsnamen Bunny bekannt. Es handelt sich hierbei um den ersten in größerer Stückzahl nach Deutschland importierten Roller der taiwanesischen Marke.
Der Bunny AS50X ist ein klassischer Automatikroller der frühen 90er Jahre. Im Design erinnert er an viele andere Modelle dieser Zeit, wie zum Beispiel den Hercules Fox . Seine grundlegende Ausgestaltung siedelt ihn im Segment der günstigen Gebrauchsroller an, was sich jedoch seinerzeit im Kaufpreis nicht wiederspiegelte. Der Roller war preislich auf Augenhöhe mit Fahrzeugen bekannter Marken, es fehlte ihm jedoch deren Image. Aus diesem Grund blieb er in Europa stets eine Randerscheinung.


Motor und Antrieb
Der Motor des Bunny ist eine frühe Version des modifizierten Morini-Lizentmotors (TGB-Typbezeichnung A137), der später auch im TGB Sky und TGB Corona eingesetzt wurde. Wie diese späteren Ausführung ist der Zweitaktmotor in üblicher Bauweise mit liegendem Zylinder und  Membraneinlass ausgeführt. Er weist auch schon das für TGB typische Linksgewinde für die Variatorbefestigung auf. Der Motor ist auf Drehmoment und nicht auf Drehzahl ausgelegt und der Antrieb entsprechend abgestimmt. Diese Eigenschaft wird (nachträglichen) Mofaumbauten bisweilen zum Verhängnis, da der Motor gegen hohe Dauerdrehzahlen wenig resistent ist. Sinnig behandelte, ordentlich gewartete und nicht verbastelte Exemplare sind dafür bekannt auch sechsstellige Laufleistungen erreichen zu können. Tuner sollten beachten, dass die Kurbelwelle des Motors nur eine sehr schwache Pleuellagerung hat. Hubraumsteigerungen überlebt die Serienkurbelwelle meist nicht sonderlich lange.
Der Antrieb erfolgt über ein klassenübliches, stufenloses Automatikgetriebe in CVT-Bauweise. 


technische Daten
Motor: Einzylinder Zweitaktmotor mit Umkehrspülung und Membraneinlass
Motortype: TGB A137
Vergaser: Mikuni VM14
Hubraum: 49cm³
Leistung: 4,5kW bei 7000upm
Höchstgeschwindigkeit: 50km/h
Bereifung: 3.00-10 (vorne und hinten)

Fahrwerk
Wie viele Roller seiner Zeit rollt der Bunny auf 3.0-10" Rädern. Diese sind hinten an der üblichen Treibsatzschwinge und vorne in einer gezogenen Schwinge mit zwei Federbeinen geführt. Diese relativ laufstabile und sensible Konstruktion zählte seiner Zeit zu den besten Rollerfahrwerken im 50er-Segment. Zudem verfügt der AS50X bereits über eine Scheibenbremse am Vorderrad, was Anfang der 90er Jahre alles andere als selbstverständlich war. 

Ausstattung
Anders als viele der sehr simpel gebauten asiatischen Roller seiner Zeit ist der Bunny vollständig ausgestattet. Er verfügt, seinerzeit ebenfalls nicht selbstverständlich, über Fernlicht und Benzinuhr, zudem gibt es ein gut nutzbares Helmfach und einen robusten Gepäckträger. Zum Lieferumfang zählte auch immer ein relativ brauchbares Bordwerkzeug.

Kurios ist hingegen, dass die Warnlampe für den Mischölbehälter gleichzeitig als Blinkerkontrolleuchte fungiert. 


Fazit
Der Bunny ist bis heute was schon immer war: Ein robuster und zuverlässiger Alltagsroller mit guten Fahreigenschaften. Leider ist die Ersatzteilversorgung, wie bei vielen seiner Zeitgenossen, nicht gesichert. Daher ist er heute wohl eher für Sammler und Liebhaber interessant. 

Vielen Dank an Mario für die Bilder und die technischen Daten seines Bunny AS50X.

Montag, 9. April 2018

Luigi: italienische Reparaturmethoden

Es gibt kleine Defekte die man wunderbar verschleppen kann. So wie die gebrochene Ausrückfeder an der linken Zuhaltefalle der Heckklappe meiner Ape. Das Ding ist seit gut zwei Jahren hinüber, was mich aber bisher nicht gestört hat. 
Heute wurde es aber zum Problem, denn die rechte Feder brach ebenfalls. Ohne die Zuhaltefallen bleibt die Heckklappe aber nicht zu, lässt sich folglich auch nicht absperren und das ist dann doof. Ein kurzer Blick in die Ersatzteilliste zeigte, dass es die Federn nicht einzeln gibt, nur das komplette Gestände zu einem irren Preis. Also was machen? 
Ein Blick in die Wühlkiste förderte zwei Hauptständerfedern einer Vespa PX zu Tage. Diese passen kurioserweise ohne großen Aufstand auch an die Heckklappe der Ape.
So sicher und satt schloss das Ding noch nie, das ist eine sehr gute Reparaturlösung für dieses Problem. Mal sehen ob sich der gute Eindruck im Alltagsbetrieb bestätigt, aber ich bin da recht optimistisch. Italienische Primitivtechnik ist einfach schön.