Donnerstag, 3. August 2017

Tour: einmal Jura und zurück

Die "heiße Phase" vor der großen Tour im September läuft, die letzten Teile der Ausrüstung wollen getestet werden, denn noch sind Schwachstellen ausmerzbar ohne größere Probleme zu verursachen. Daher war es mir nur recht, dass heute etwas Zeit übrig war um den Neos nochmal zu erproben. Weniger des Rollers selbst wegens, sondern um die letzten Änderungen an der Programmierung des Navis zu prüfen. 
Eine schöne Nachmittagsstrecke ist die Runde über Kelheim und Riedenburg ins Altmühltal und dann auf der Hochstraße über Denkendorf nach Kipfenberg. Eine abwechslungsreiche Runde mit längerem Schnellstraßenabschnitt und bergigem Geschlängel.
Auch auf bekannten Strecken findet man immer wieder etwas Neues, so dieses Warnschild an einem Parkplatz kurz vor Denkendorf. Es warnt deutlich vor dem Eichen-Prozessionsspinner, was auch immer das sein mag. Es mag ja sein, dass mein Wissen auf dem Gebiet der Biologie mangelhaft ist, aber bin ich der Einzige? Dem entsprechenden Wikipedia-Artikel zufolge ist mit diesen lieben Tierchen nämlich wirklich nicht zu Spaßen. Eine etwas ausführlichere Erklärung der Gefahr vor Ort wäre da eigentlich schon angebracht. Aber ich will ja nicht meckern, auch so lernt man was dazu.
Nachdem ich den Killerraupen entkommen war, gab es dann eines der Highlights dieser Runde zu sehen. Die kurze, aber spektakulär in die Jurafelsen gegrabene Burgstraße bei Kipfenberg. Vom geographischen Mittelpunkt Bayerns stürzt sie sich hinab ins Altmühltal. 
Auf dem kurzen Streckenabschnitt kommt durchaus Alpenfeeling auf. Direkt unterhalb im Ort gibt es dann die nächste geologische Besonderheit zu sehen. Den so genannten Grünen Topf.
Die Karstquelle speist den kurzen Mühlbach, der in alter Zeit gleich drei Wassermühlen antrieb. Die tiefgrüne Färbung des Quellbeckens wird durch Mineralien und Wasserpflanzen verursacht. Es ist ein seltsam anrührender, fast schon magischer Ort der zum Verweilen einlädt. 
Von Kipfenberg aus folgt die Straße der Altmühl nach Kinding und im weiteren Verlauf nach Beilngries und Dietfurt. Hinter Dietfurt zweigt beim Ort Mühlbach die Höhenstraße über Schweinkofen und Perletzhofen nach Gundlfing ab. Sie ist schöner und ruhiger als die Talstrecke, weshalb sie meine Wahl für die Weiterfahrt war. 
Im Höhenwald holte mich dann leider auch der Regen ein und die Mittagspause wurde kurzfristig in eine Jagdkanzel verlegt.
In der mit Filz gut gepolsterten Hütte auf Stelzen ließ sich der kurze aber sehr heftige Schauer bequem und trocken aussitzen. 
Von Gundelfing aus führt die Talstraße weiter nach Riedenburg und Prunn. Hoch über der Ortschaft trohnt die Burg Prunn auf einem Felsblock und wacht seit uralter Zeit über das Altmühltal. Die Straße vom Ort hoch zur Burg ist extrem steil und windet sich durch den Wald auf die Anhöhe. Ein ideales Testfeld für die Antriebsabstimmung und den GPS-Empfang. Erstere bewältigte die Herausforderung problemlos, während die Verbindung zum Sateliten unter den Bäumen nicht so recht funktionieren wollte. Dennoch ist der kurze Besuch auf dem Aussichtspunkt hinter der Burg sehr lohnend. 
Von Prunn aus ging es dann über die Höhenstraße weiter nach Essing und im Tal zurück nach Kelheim und Regensburg. Eine schöne Runde, knapp 160km, ohne große Schwierigkeiten und mit dem guten Gefühl etwas gesehen zu haben. Das Navi hat die Prüfung übrigens bestanden, so wie es jetzt ist, darf es mit auf die große Tour.
 






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