Sonntag, 10. Dezember 2017

Black Bomber: Einsatz in der Tiefgarage

Manche Roller wollen einfach nicht weg. Offenbar ist das auch beim Black Bomber der Fall, denn beim ersten Startversuch durch den neuen Besitzer wollte er nichtmehr. Darum gab es einen kurzen "Hausbesuch" in der Tiefgarage.
Auffallen war vor allem, dass beim kicken fröhlich Treibstoff aus dem Auspuff sprudelte! Die Diagnose war also relativ einfach, die Karre war einfach nur ganz brutal abgesoffen. Glücklicherweise hatte es den Motor nicht hydraulikt. Das hätte böse ins Auge gehen können ...
Spritversorgung unterbrechen, Zündkerze und Luftfilter raus und dann gefühlt hundertmal kicken. Danach spritze es nicht mehr aus den diverse Öffnungen und eine Probefahrt war möglich. 
Tatsächlich sprang der Roller jetzt problemlos an und lief einwandfrei. Was da los war ist mir ehrlich gesagt ein Rätsel. Ich hoffe, der neue Besitzer hat keine weiteren Schwierigkeiten mit dem Fahrzeug, sondern hat nun wirklich Freude daran.

Einen positiven Nebeneffekt hatte der Tiefgaragenbesuch auch noch. Ich konnte so problemlos und im Trockenen den reparierten Reifen an die Ape schrauben.
Somit ist auch das Dreirad wieder fit und kann, hoffentlich, noch diesen Monat getüvt werden. Die HU steht nämlich wieder auf dem Programm.




Freitag, 8. Dezember 2017

Luigi: Reifenchaos

Der Vorderreifen der Ape war fällig, darum habe ich schon vor zwei Wochen eine der Reservefelgen beim Reifenmann abgegeben. So funktioniert das einfach und stressfrei, für alle Parteien. Heute Morgen war es dann Zeit, den neuen Gummi abzuholen. Doch auf dem Weg zum Reifendienst schlug der Pannenteufel zu.

Ein Nagel hatte sich in den rechten Hinterreifen gebohrt und diesen zum Plattfuß gemacht. Ärgerlich, aber solche Dinge passieren nunmal. Ersatzrad raus und weiter geht die Fahrt. 
Beim Reifenhändler gab es dann den etwas kuriosen Tausch Aperad gegen Aperad. Mit dem frisch bereiften Rundling im Gepäck bin ich dann zur Werkstatt rausgezockelt, denn es standen einige kleine Arbeiten auf dem Programm. Doch zunächst wanderte vor Ort das neue Vorderrad an seinen Arbeitsplatz.
Nach dem Vorderadtausch ging es dann im Innenraum der Ape weiter. Denn dort regte mich schon länger ein nerviger Kleinschaden auf. 
Vor einiger Zeit hatte ich durch eine Unachtsamkeit die Platikabdeckung beim Handbremshebel zerstört. Ärgerlich, auch weil ich mich an der scharfen Kante jetzt schon mehrmals verletzt hatte. Zeit die Sache zu Ändern. Also raus mit dem beschädigten Teil.
Klar, man könnte die Plastikabdeckung einfach austauschen, aber das ist teuer und eine Reparatur ist relativ einfach. In bewährter Art einfach ein Blechstück zurechtflexen und -bohren ...
... und mit den bewährten Blindnieten festschießen.
So entsteht eine stabile und billige Reparatur, die man in eingebautem Zustand kaum bemerkt. 
Das Problem ist damit budget- und resourcenschonend aus der Welt geschafft und das Apefahren macht wieder etwas mehr Freude. 
Am Spätnachmittag klingelte dann noch das Telefon, der Reifenmann hatte meinen Plattfuß in Ordnung gebracht und ich konnte den Rundling abholen. Also rauf auf den Cargo-Zip und ab. 
Auf der Rückfahrt erlebte die Freude dann einen kleinen Dämpfer. Denn es begann schlagartig und extrem heftig zu schneien. 10 Minuten bevor das Foto entstand lag noch keine einzige Schneeflocke. Langsam, durchweicht und im Blindflug ging es also vorsichtig nach Hause. Immerhin, auch dieses kleine Abenteuer ist überstanden, der finale Reifenwechsel aber auf morgen vertagt, irgendwann hab ich dann auch keine Lust mehr ...









Montag, 4. Dezember 2017

Schraubertipps: Getriebeölwechsel beim Piaggio-Automatikmotor (alte Bauweise)

Die Frage nach dem Getriebeölwechsel bei älteren Piaggiorollern (bis ca. Baujahr 2002) taucht immer wieder auf. Denn tatsächlich sind die Ablass- und Einfüllschrauben für das Getriebeöl bei diesen Fahrzeugen recht gut "versteckt".

Sie befinden sich auf der, in Fahrtrichtung, rechten Seite des Motors neben der Bremse. Um sinnvoll Zugang zu erlangen ist es leider notwendig, denn den Auspuffschalldämpfer und das Hinterrad auszubauen. Daher ist hier zur Verdeutlichung ein ausgebauter und weitgehend von seinen Anbauteilen befreiter Motor abgebildet. 

Natürlich ist es nicht erfolderlich den Motor auszubauen um das Getriebeöl zu wechseln. Für die Fotos stand nur eben gerade ein ausgebauter Motor zur Verfügung. Ein nettes Detail ist, dass die beiden Schrauben Beschriftet sind. Auf den Schraubenköpften steht bei Motoren aus italienischer Fertigung "olio", bei Motoren aus spanischer, indischer oder chinesicher Produktion "oil". 
Die Schrauben sind häufig unter einer Kruste aus Dreck und Ölresten regelrecht vergraben und müssen mit der Drahtbürste freigelegt werden. 
Beide Schrauben haben einen Dichtring aus Hartstoff untergelegt, dieser sollte bei jedem Ölwechsel erneuert werden. Der ungewöhnliche Durchmesser (es handelt sich um M7-Schrauben) macht die Beschaffung dieser Dichtringe bisweilen schwierig, es empfiehlt sich daher immer welche auf Vorrat zu haben. Nach dem Ablassen des alten Getriebeöls wird frisches Öl durch die Einfüllschraube (obere der beiden Schrauben) bis zum überlaufen eingefüllt. Die Gewinde im Motorblock sind sehr empfindlich gegen Überdrehen. Daher die Schrauben nur vorsichtig und leicht anziehen, nicht "anknallen". 




Zweitaktfreunde: Nachlese der Weihnachtsfeier und neue Termine für 2018

Gestern fand zum ersten Mal eine etwas alternative Weihnachtsfeier der Zweitaktfreunde statt. Wolfgang hatte die Idee, dass wir uns zum Kesselfleischessen in seinem Depot bei Augsburg treffen. Ein lustiger Plan, der zum Erfolg werden sollte. 

Trotz Schneewetters und relativ niedriger Temperaturen, hatte sich eine lustige kleine Gruppe zusammengefunden. Das alte Industriegrundstück mit dem Unterstand waren insofern ideal, als man dort in Ruhe ein Lagerfeuer entzünden und sich gleichzeitig unterstellen kann. 
So verging die Zeit dann recht schnell bei (autofahrerfreundlich alkoholfreiem) Glühwein und netten Gesprächen. 
Schwierig war dann lediglich die Rückfahrt bei starkem Schneefall, aber damit ist um diese Jahreszeit ja zu rechnen.

Die Sache wird im Sommer vermutlich eine Wiederholung finden. Festgehalten ist dafür als Plantermin erstmal der Stammtisch am 3. Juni, dann wird es nicht nur Kesselfleisch sondern auch Gegrilltes geben. Außerdem dürften die Temperaturen deutlich gemütlicher sein.

Die neuen Termine für 2018 sind übrigens bereits online. Wir freuen uns auf das Wiedersehen im neuen Jahr und wünschen allen Zweitaktfreunden schon jetzt eine frohe und besinnliche Advents und Weihnachtszeit sowie ein gutes, neues Jahr. 






Sonntag, 3. Dezember 2017

alternative Ersatzteilbesorgung Teil 2

Da ich zur Zeit gesundheitlich gegroundet bin, musste sich Erich jetzt am Wochenende selbst darum kümmern, dass aus dem Teileträger ein Ersatzteillager wird. 
Zunächst wurde (erfolgreich) versucht, den Motor des Schlachters zum Laufen zu bringen. Zwar ist der Motor in Sachen Ersatzteile völlig egal, aber bei einem eventuellen Weiterverkauf der Schlachtreste ist es immer gut zu wissen, ob der Motor tut was er soll oder nicht. 
Die Demontage der Frontmaske war dann insofern schwierig, als die meisten Schrauben völlig gammelig waren. Ein Gutteil davon war wohl erst nach ausbohren zu lösen. Angesichts der empfindlichen Plastikteile ein schwieriges Unterfangen. 
Nach einigen Stunden war der Karren dann aber doch soweit gefleddert, dass alle benötigten Teile abgebaut waren. Jetzt ist die Frage wann ich wieder soweit fit bin, dass wir Erichs Roller in die Werkstatt transportieren können. Denn dann ist es möglich, die benötigten Teile umzuschrauben und den Schlachter soweit zusammenzustecken, dass er verkauft werden kann. 

Falls jemand Interesse hat:
Es handelt sich um einen Explorer Race GT50 mit Mofazulassung von 2010. Kaufinteresse und Gebote leite ich an Erich weiter.